Bericht zur Wanderung am Sonntag 15. März 2026 – Marmor trifft Windmühle –

Zu dieser Wanderung mit dem spannenden Titel war das Wetter nicht unbedingt einladend, es war am Morgen stark bewölkt mit tiefhängenden Wolken. Nach der Fahrt über die Alb konnte der Wanderführer beim Parkplatz „Hörnle“ vor Auingen neun Teilnehmer und 1 Hund begrüßen. Bei kalter Temperatur aber aufgelockerter Bewölkung startete die muntere Gruppe auf dem markierten Wanderweg in südliche Richtung an den Rand des Böttental. Nach einer kurzen Vesperpause ging es durch ein Waldgebiet, bevor über einen leichten Anstieg die Wanderer/innen wieder abwärts nach Böttingen gelangten. Dieser Ort wurde erstmals 961 urkundlich erwähnt und hat ca. 600 Einwohner. Beim Gefallenendenkmal aus „Böttinger Marmor“ beim Rathausplatz berichtete der Wanderführer über dieses Gestein. „Böttinger Marmor“ ist ein Thermalsinterkalk, eine erdgeschichtliche Besonderheit und vor mehr als 14 Millionen Jahren in einer Quellspalte entstanden. Der Abbau ruht schon seit Jahrzehnten. Eine bedeutende kulturhistorische Verwendung erfuhr er im 18. Jahrhundert beim Ausbau des Neuen Schlosses in Stuttgart. Weiter ging es im Ort aufwärts und über einen Schotterweg zum markierten Wanderweg, auf dem die muntere Gruppe den Aussichtsturm „Sternenberg“ erreichte. Der Sternenbergturm wurde um 1900 ursprünglich als Windmühle errichtet, für militärische Zwecke als Beobachtungsturm genutzt und hat eine Höhe von gerade mal 8 Metern. Von hier hatte man eine gute Aussicht über den ehemaligen Truppenübungsplatz, welcher 1895 auf dem Münsinger Hardt entstand. Nun war das Geheimnis um Marmor trifft Windmühle gelüftet. Nach einer kurzen Pause ging es abwärts, bevor der Weg wieder bergauf zum Gänsewag  und auf der Anhöhe hinter dem Alten Lager vorbei führte. Hier hatte der Wanderführer noch weitere Informationen zur früheren und heutigen Nutzung vom Truppenübungsplatz. Beim Friedhof „Hörnle“, auf welchem Deutsche Soldaten und Übungsplatzbedienstete bestattet wurden, machte man eine Pause. Nach ca. 4 Stunden und 11,5 Km Wanderstrecke mit ca. 220 Hm im Auf- und Abstieg, erreichten die Wandersleute den Parkplatz. Diese informative und interessante Wanderung haben
Susanna und Karl Gustav Frey sehr gut vorbereitet und durchgeführt. Die Heimfahrt wurde in Hohenstadt zum geselligen Abschluss unterbrochen.